Kraftwerk STOMEG - Wasserkraft seit 1410

Es ist seit Jahrhunderten eine Tradition, dass am heutigen Standort der STOMEG die Kraft des Wassers genutzt wird. Die Art der Energiegewinnung hat sich natürlich im Laufe der Jahre stark verändert.

1410

Durch den Landvogt von Signau und den Freiherrn Kuno von Thun wird erstmals eine Konzession zur Nutzung der Wasserkraft in der Luchsmatt erteilt.

1597 / 1685

Erneuerung der Konzession durch die jeweiligen Schlossherren von Signau. Die damaligen Besitzer der Luchsmatt, die Herren Stauffer und Steyner, müssen für „den zum Betriebe der Schleife & Rindenmühle dienenden Wasserfall 10 Schillinge zahlen“.

1798

Kauf der Luchsmatt durch die Familie Stettler.

06. Okt. 1998

Die über 100 Jahre alte Turbinenanlage wird abgeschaltet und 2 Tage später wird mit dem neuen Kraftwerk eine moderne und zeitgemässe Anlage zur Energiegewinnungin Betrieb genommen.

2009

An der Turbine wurden diverse kleine Optimierungen vorgenommen, unter anderem an der Wasserführung. Dadurch konnte eine doch beachtliche Steigerung der Leistung erreicht werden.

Technische Daten des Kraftwerks
  • Baujahr 1997 / 1998
  • Maximale Leistung 92 kW
  • Jahresleistung (2009) 393'838 kWh
  • Jahresleistung (2010) 523'562 kWh
  • Nutzbarer Wasserdruck 15.7 bar
  • Fallhöhe 162 m
  • Wassermenge 80 Liter / Sekunde
  • Inhalt Stauweier ca. 2'500m³
Generator
  • Hersteller Otto Bartholdi AG, Koblenz
  • Leistung 110 kVA
  • Spannung 420 V
  • Strom 151 A
  • Frequenz 50 Hz
  • Drehzahl 750 U/min
  • Schaltung Stern
  • cosφ 0.8
  • Drehrichtung rechts
  • Gewicht 1'500 kg
Turbine

Hersteller Zobo AG, Brienz
System Pelton-Turbine (Hochdruck)
Bauart horizontal, mit Schwungrad

Steuerung

Hersteller Kobel Elektrotechnik AG, Affoltern i.E.
System vollautom. Netzparallel-Schaltanlage

Bilder des Kraftwerksbau 1997 / 1998